Programm

24. Oktober: Entwicklung von Stromversorgungen – Basics und Best Practices
Am ersten Tag geht es ausschließlich um das Stromversorgungs-Design und die Zielgruppe setzt sich aus Stromversorgungs-Entwickler zusammen, die ihre Stromversorgungen selber entwickeln.

25. Oktober: Auswahl und Integration von Stromversorgungen
Am zweiten Tag geht es um die richtige Auswahl der passenden Stromversorgung sowie um begleitende Themen, Speziallösungen und aktuelle Trends für Geräte- und Anlagenbauer, die eine optimierte Stromversorgung für ihr System im Gerät integrieren wollen.

26. Oktober: Messen an Stromversorgungen – darauf müssen Sie achten!
Am dritten Tag geht es um das „richtige“ Messen an Stromversorgungen, um deren Eignung für den praktischen (Serien-)Einsatz in Geräten und Anlagen zu prüfen.

Dienstag, 24. Oktober 2017

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:55 Uhr
Begrüßung
Referent: Johann Wiesböck | Vogel Business Media
09:00 Uhr
Dos und Don’t’s beim Schaltnetzteil-Design mehr
  • "Pitfalls" beim Einsatz passiver und aktiver Komponenten in Schaltreglern
  • Ursache des "Ringings" im Flyback-Speichertransformator und die Berechnung von Snubbern
  • Schaltverluste im MOSFET bei synchronen Buck-Reglern

Unterschied zwischen idealen und realen aktiven und passiven Komponenten in Schaltreglern und die sich daraus ergebende Designregel. Problematik beim Einsatz von Filterschaltungen im Eingangskreis des Schaltreglers.
Ursache des "Ringings" in Flyback Speichertransformatoren und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Schalttransistoren. Einsatz von Snubbern zur Dämpfung des "Ringings" und deren Berechnung. Messung der Haupt- und Streuinduktivität sowie der Gegeninduktivität. Betrachtet werden auch die dynamischen Schaltverluste in den MOSFETs eines synchronen Buck-Reglers.
Seminarunterlagen und Präsentationsmaterial in Englisch, Vortrag in Deutsch.
Referent: Dr. Martin Moerz | RevisionOne Engineering GmbH

Geboren in 1961. Nach Schule, Studium und Promotion Tätigkeit für mehrere Firmen in Bereich Medizintechnik, Telekommunikation, professionelle Audiotechnik, industrielle Steuerungen. Selbstständig seit 2004, 2007 Gründung von RevisionOne Engineering, zusammen mit Dipl.-Ing. Marc Colling. Bearbeitung von Projekten aus den Bereichen Medizinelektronik, Automobilindustrie, Avionik, Industrial Control. Seminartätigkeit zusammen mit Halbleiterherstellern aus dem Bereich Schaltregler, Highspeed Design und Mixed Signal Design.

10:30 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
11:10 Uhr
Der Flyback als optimaler Wandler für offline – SNTs bis > 250 W mehr
Der Flyback - Wandler, insbesondere als offline - Wandler, ist mit Abstand sowohl die kostengünstigste wie technisch beste Lösung; mit den heute verfügbaren Bauteilen gilt dies bis > 250 W. Mit der current-mode - Steuerung (US Basispatent des Verfassers) wird weitgehende Unabhängigkeit von der Eingangsspannung wie auch eine so schnelle Ausregelung von Lastsprüngen erreicht, daß fast immer Nachregler entbehrlich sind. Die Einfachheit des Schaltbilds täuscht jedoch über die Komplexität und die Schwierigkeiten der Dimensionierung. Die Auslegung des Transformators als bestimmendes Bauelement ist kritisch und setzt umfassende Kenntnisse magnetischer Kreise und der Materialien voraus. Mit einem richtig dimensionierten Transformator lassen sich mit geringem Aufwand mehrere stabilisierte Ausgangsspannungen zusätzlich zur hochwertig geregelten gewinnen, auch dies ein gewichtiger Vorteil gegenüber anderen Wandlerkonzepten.
Referent: Dr.-Ing. Artur Seibt | Wien

Rheinländer, TH Aachen Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. scl Elektronik. 25 Jahre Entwicklungschef, teilweise Geschäftsführer in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Österreich. Professionelle Messtechnik (Oszilloskope, DVM, EVU-Messgeräte, Waagen, allgemein elektronische Messgeräte), Autoelektronik (Dieseleinspritzung, fahrerlose Transportsysteme für Autofabriken, Rußfilter etc.) Seit über 20 Jahren mit einem Ingenieurbüro selbständig; Hauptarbeitsgbiete: SNTs aller Art für d. Firmen, professionelle Messgeräte, Seminare für die Weiterbildung von Ingenieuren (firmenintern), Fachartikel und –bücher.

11:55 Uhr
Kondensatorauswahl und -belastung entscheiden über Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Schaltnetzteilen (SNTs) mehr
Die Entwicklung zuverlässiger Schaltnetzteile setzt insbesondere umfassende und gründliche Kenntnisse der aktiven und passiven Bauteile voraus, die heute in der Ausbildung kaum noch vermittelt werden. Während sich überlastete Halbleiter meist sofort verabschieden, halten überlastete passive Bauteile als tickende Zeitbomben länger. Mit weitem Abstand erweisen sich falsch ausgewählte und überlastete Kondensatoren als Hauptausfallursache. Dies trifft besonders auf die Elkos zu, bei deren Herstellung sehr viel Schwarze Kunst und jahrzehntelange Erfahrung erforderlich sind, die neue Hersteller erst erwerben müssen. Wenig bekannt ist die Tatsache, daß SMD - Elkos beim Löten erheblich vorgeschädigt werden und daher eine weit kürzere Lebensdauer als dieselben Typen in bedrahteter Ausführung haben. Aber es dürfen auch Vielschichtkerkos nur mit der halben Nennspannung betrieben werden. Schlechte billige Keramiken sind in SNTs fehl am Platz. Filmkondensatoren können brennen.
Referent: Dr.-Ing. Artur Seibt | Wien

Rheinländer, TH Aachen Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. scl Elektronik. 25 Jahre Entwicklungschef, teilweise Geschäftsführer in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Österreich. Professionelle Messtechnik (Oszilloskope, DVM, EVU-Messgeräte, Waagen, allgemein elektronische Messgeräte), Autoelektronik (Dieseleinspritzung, fahrerlose Transportsysteme für Autofabriken, Rußfilter etc.) Seit über 20 Jahren mit einem Ingenieurbüro selbständig; Hauptarbeitsgbiete: SNTs aller Art für d. Firmen, professionelle Messgeräte, Seminare für die Weiterbildung von Ingenieuren (firmenintern), Fachartikel und –bücher.

12:40 Uhr
Mittagspause und Ausstellung
13:40 Uhr
Anwenderfreundliche, kontaktlose Energieübertragung – hoher Wirkungsgrad, hohe Dynamik und gute EMV-Eigenschaften bei loser Kopplung mehr
Drahtlose Energieübertragung mit induktiver Nahfeldkopplung gibt es eigentlich schon seit vielen Jahren. Aber warum gibt es kaum Anwendungen in der Praxis? In diesem Vortrag werden verschiedene Technologien verglichen. Um einen Kundennutzen zu erzielen, sind folgende Eigenschaften bei der drahtlosen Energieübertragung wichtig:

1. Lose Kopplung
2. Viel Leistung, große Distanz, hoher Wirkungsgrad
3. Gute EMV-Eigenschaften

Dies ist bei den aktuellen Konzepten nicht gegeben und darum gibt es keine Marktakzeptanz. Der Schwerpunkt des Vortrags ist die neue Technologie "uniWP" (universal Wireless Power), welche mit dem Innovationspreis 2015 ausgezeichnet wurde. Anhand eines beispielhaften Demonstrators sind die Vorteile klar ersichtlich:

  • Volle Funktionalität auch bei loser Kopplung
  • 100W Leistung über mehrere Zentimeter mit 70% Wirkungsgrad von 230Vac bis geregelter 24Vdc
  • Reduktion der abgestrahlten Störleistung um 10dB

Die vorteilhaften Eigenschaften werden durch zwei weltweit einmalige Innovationen erreicht: 1. Ein Großsignal VCO, welcher die Resonanzfrequenz regelt 2. Ein Kopplungs-Detektor, welcher überkritische Kopplung vermeidet Fazit: Mit "uniWP" können nun Projekte realisiert werden, die bisher nicht denkbar waren.
Referent: Markus Rehm | IBR Ingenieurbüro Rehm

Nach seinem Elektronik-Studium arbeitete Markus Rehm acht Jahre lang bei der Deutschen Thomson Brandt GmbH in Villingen-Schwenningen als Forschungs- und Entwicklungsingenieur im Labor für Stromversorgungen. Seit 20 Jahren ist er freiberuflich tätig und bietet seinen Kunden mit seinem Elektroniklabor Forschung, Entwicklung und Beratung für Medizintechnik, Automotive und IT als Dienstleistung an. Seine Schwerpunkte dabei sind die Funktionalität, die Zuverlässigkeit und die EMV von Leistungselektronik. Viele seiner Erfindungen wurden zu Patenten angemeldet und sind erfolgreich im Einsatz. Seit 2008 lehrt er als Dozent an der Hochschule Furtwangen University. Seine Vorlesungen sind: „Industrieelektronik“, „Stromversorgungen für eingebettete Systeme“, „E-Car Driving Technology“ und „Elektronikanwendungen in der Medizintechnik“.

14:25 Uhr
Negativer Eingangswiderstand von SNTs – eine selten erkannte Falle mehr
Schaltnetzteile haben einen negativen Eingangswiderstand, da sie die Ausgangsleistung konstanthalten, mit steigender Eingangsspannung sinkt der Eingangsstrom, das ist das Kennzeichen eines negativen Widerstands. Nichtbeachtung dieser Tatsache kann desaströse Folgen bis zur Zerstörung haben, insbesondere, wenn man dem SNT ein Filter vorschaltet. Wie man z.B. in Werbeveranstaltungén und Unterlagen von Halbleiterfirmen für SNT - ICs wie auch etwa in den Applikationsunterlagen für SNT - Module sieht, ist dies wenig geläufig und führt zu grotesken Fehldimensionierungen und abwegigen Applikationsschaltungen. Der Vortrag erläutert Ursachen und Gegenmaßnahmen
Referent: Dr.-Ing. Artur Seibt | Wien

Rheinländer, TH Aachen Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. scl Elektronik. 25 Jahre Entwicklungschef, teilweise Geschäftsführer in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Österreich. Professionelle Messtechnik (Oszilloskope, DVM, EVU-Messgeräte, Waagen, allgemein elektronische Messgeräte), Autoelektronik (Dieseleinspritzung, fahrerlose Transportsysteme für Autofabriken, Rußfilter etc.) Seit über 20 Jahren mit einem Ingenieurbüro selbständig; Hauptarbeitsgbiete: SNTs aller Art für d. Firmen, professionelle Messgeräte, Seminare für die Weiterbildung von Ingenieuren (firmenintern), Fachartikel und –bücher.

15:10 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
15:40 Uhr
Isolationskoordination in Trafos für Netzteile: Was muss bei der Trafoauslegung von Netzteilen bezüglich Sicherheitsnormen berücksichtig werden? mehr
Die designentscheidende Komponente in einem Schaltnetzteil ist der Trafo. Die applikationsspezifischen Sicherheitsnormen fordern unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen und Prüfungen die sich wiederum auf die magnetische Auslegung auswirkten. Der Vortrag beschreibt die normentechnischen Grundbegriffe und die normentechnischen Designanforderungen für die unterschiedlichen Applikationsbereiche (Haushalt, IT und Medizintechnik)

  • Arten der Isolierung: Basis, Doppel, Verstärkt
  • Anforderungen an Luft- und Kriechstrecken
  • Anforderungen an die feste Isolierung: Kunststoffe, Folien, FIW, TIW
  • Thermische Anforderungen
  • Brennbarkeitsanforderungen
  • Hochspannungsanforderungen
  • Teilentladungsprüfungen
Referent: Markus Obritzhauser | EGSTON System Electronics GmbH

Entwicklungsleiter Stromversorgungssysteme und Ladegeräte

16:10 Uhr
Flat output impedance for stable voltage regulator modules
Referent: Florian Hämmerle | OMICRON Lab
16:40 Uhr
Oszilloskop-Messtechnik in der Schaltnetzteilentwicklung mehr
Das Oszilloskop ist mit großem Abstand das wichtigste Meßgerät. In Schaltnetzteilen treten hohe Spannungen mit extrem kurzen Schaltzeiten ebenso wie sehr kleine auf, deren korrekte Messung umfassende Kenntnisse und das richtige Zubehör voraussetzt. Während Analogoszilloskope das Signal selbst und immer richtig anzeigen, trifft dies keineswegs auf Digitalspeicher - Oszilloskope zu: es sind Sampling - Oszilloskope, die nach A/D - Wandlung und D/A - Wandlung nur eine mehr oder weniger korrekte Rekonstruktionen des Signals lange nach dessen Verschwinden zeigen, "Echtzeit - DSOs" gibt es nicht. Es wird verschwiegen, daß die Abtastraten und davon abhängigen Bandbreiten nicht konstant sind und bei kleinen Speichern und langsamen Zeitmaßstäben auf Bruchteile der maximalen schrumpfen, so daß Verzerrungen, Artefakte, und Geisterbilder entstehen. Angaben wie "Abtastrate max. 5 GS/s, Bandbreite 500 MHz" sind falsch, denn es muß auch bei der Bandbreite "max." heißen! Warnanzeigen fehlen. Die Mehrzahl noch heute angebotener und in Gebrauch befindlicher DSOs, auch mit vierstelligen Preisen, verfügt nur über Speicher von 1 bis 10 KB. so daß die Bandbreiten bei langsamen Zeitmaßstäben drastisch bis auf einige KHz zurückgehen. DSOs mit kleineren Speichern als 1 MB, besser 10 MB, sind unbrauchbar.
Referent: Dr.-Ing. Artur Seibt | Wien

Rheinländer, TH Aachen Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. scl Elektronik. 25 Jahre Entwicklungschef, teilweise Geschäftsführer in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Österreich. Professionelle Messtechnik (Oszilloskope, DVM, EVU-Messgeräte, Waagen, allgemein elektronische Messgeräte), Autoelektronik (Dieseleinspritzung, fahrerlose Transportsysteme für Autofabriken, Rußfilter etc.) Seit über 20 Jahren mit einem Ingenieurbüro selbständig; Hauptarbeitsgbiete: SNTs aller Art für d. Firmen, professionelle Messgeräte, Seminare für die Weiterbildung von Ingenieuren (firmenintern), Fachartikel und –bücher.

17:30 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
19:30 Uhr
Cooler Abend im Hofbräukeller Würzburg

Mittwoch, 25. Oktober 2017

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:55 Uhr
Begrüßung
Referent: Johann Wiesböck | Vogel Business Media
09:00 Uhr
Werden SiC und GaN Silizium binnen 2 Jahren ersetzen? Soll man deshalb mit Anschaffungen warten? Reifegrad, Vor- und Nachteile, sinnvolle Anwendungsbereiche. mehr
Start-ups, insbesondere GaN - Firmen, müssen ihre fachfremden Investoren bei der Stange halten, die binnen kürzester Zeit hohe Gewinne einfahren wollen und verbreiten absurde Behauptungen von "tausendfacher Überlegenheit", einem "um Größenordnungen niedrigeren Onwiderstand", einer "Revolution", "Verkleinerung von Stromversorgungen auf ¼", "Verschwinden von Silizium binnen 2 Jahren" etc. Diese vollmundigen Ankündigungen erzeugen erhebliche Verunsicherung bei Herstellern wie Käufern von Stromversorgungen, ob sie noch Produkte mit Si - Halbleitern fertigen bzw. kaufen oder abwarten sollen. Während SiC solide etabliert ist und von namhaften Konzernen unterstützt wird, weil es u.a. anstelle von Si - IGBTs eine große Zukunft in Elektroautos haben wird, erweisen sich die eingangs zitierten Behauptungen über GaN seit Jahren als heiße Luft. Wie Untersuchungen belegen, sind sie als normale Hochspannungs - Leistungsschalter nicht besser als Si - Coolmos, es fehlt ihnen im Gegenteil die in der Praxis notwendige Avalanchefestigkeit, durch Überspannung werden sie sofort zerstört. Nur eine einzige GaN - Firma erwähnt dies! Sie leiden ferner an ungeklärten Erscheinungen wie dem sog. "dynamischen Rdson", der zur Zerstörung führt. Die technischen Daten sind häufig voller Widersprüche. Aufgrund der Tatsache, daß es sich um FETs ohne parasitäre Antiparalleldiode handelt, eignen sie sich hpts. für Brückenschaltungen. Die meisten GaN - Bauteile werden in einer Cascode - Schaltung angeboten, was nur einige Firmen offenlegen. Setzt man eine solche Cascode anstelle eines Si - Coolmos ein, stellt man eine erheblich geringere Eingangskapazität und kürzere Schaltzeiten fest; nur hat dies gar nichts mit GaN zu tun, sondern dies sind Eigenschaften der Cascode.
Referent: Dr.-Ing. Artur Seibt | Wien

Rheinländer, TH Aachen Dipl.-Ing. und Dr.-Ing. scl Elektronik. 25 Jahre Entwicklungschef, teilweise Geschäftsführer in Deutschland, den USA, den Niederlanden und Österreich. Professionelle Messtechnik (Oszilloskope, DVM, EVU-Messgeräte, Waagen, allgemein elektronische Messgeräte), Autoelektronik (Dieseleinspritzung, fahrerlose Transportsysteme für Autofabriken, Rußfilter etc.) Seit über 20 Jahren mit einem Ingenieurbüro selbständig; Hauptarbeitsgbiete: SNTs aller Art für d. Firmen, professionelle Messgeräte, Seminare für die Weiterbildung von Ingenieuren (firmenintern), Fachartikel und –bücher.

09:45 Uhr
Dezentraler Stromversorgung und Predictive Maintenance
Referent: Esa Väkeväinen | Murrelektronik
Referent: Manuel Senk | Murrelektronik
10:30 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
11:10 Uhr
Aktuelles Thema aus dem Bereich Best Practice
11:40 Uhr
Die EMV von Stromversorgungen – Schwarze Magie?
Referent: Armin Wegener | FRIWO Gerätebau GmbH
12:10 Uhr
Verteilte Systeme – Herausforderung Distributed Power mehr
Geräte und Anlagen sind heute komplex und die einzelnen elektrisch-elektronischen Komponenten sind modular konfiguriert und oft auch räumlich verteilt. Der Einfluss von Verdrahtung und langen Leitungen von einzelnen Modulen kann nicht immer vernachlässigt werden. Je größer die räumliche Trennung umso größer die daraus resultierenden Einflüsse. Insbesondere die Spannungsversorgung in solchen Systemen muss bestimmte Bedingungen erfüllen. So müssen gegenseitige EMV-Störungen durch Vermeidung von induktiver und kapazitiver Kopplung ebenso vermieden werden wie gegenseitige Beeinflussungen der Lasten untereinander. Oft sind auch die Ausgangsspannungscharakteristik eines Netzgeräts oder Gleichspannungswandlers mit der Lastkennlinie des Verbrauchers nicht kompatibel. Die modulare Verteilung oder Aufteilung der Stromversorgungen hat extreme Auswirkungen auf die zu erwartenden Ausfallwahrscheinlichkeit der Gesamtsystems und dürfen nicht vernachlässigt werden. Im Weiteren werden die vorgenannten Aspekte und damit verbundenen Probleme im Detail erläutert und prinzipielle Lösungsvorschläge aufgezeigt.
Referent: Martin Tenhumberg | Traco Electronic GmbH
12:40 Uhr
Mittagspause und Ausstellung
13:40 Uhr
CE-Kennzeichnung – ein Symbol voller Missverständnisse. Doch was verbirgt sich genau hinter diesen beiden Buchstaben? mehr
CE – zwei Buchstaben die für Sicherheit und Qualität stehen. Dies gilt natürlich auch für Netzteile und Wandler. Doch was verbirgt sich genau hinter diesen beiden Buchstaben? Insbesondere im Bereich der Stromversorgung kommt es hierbei immer wieder zu Fragen und Missverständnissen. Welche Produkte müssen eine CE-Kennzeichnung tragen und welche Normen und Richtlinien sind dafür zu erfüllen? 2016 brachte einige Veränderungen mit sich. Wussten Sie beispielsweise dass der Firmenname am Produkt stehen muss bzw. mittlerweile eine Risikoanalyse verpflichtend ist? Doch auch die nächsten Jahre bleiben spannend, da weitere für die CE-Kennzeichnung relevante Änderungen von Normen, erforderlichen Unterlagen und EU Richtlinien ins Haus stehen.

Dieser Vortrag zeigt anhand von konkreten Beispielen, wie RECOM die Vorgaben für die CE-Kennzeichnung auslegt und für ihre Produkte umsetzt. Darüber hinaus erfolgt ein Ausblick, welch gravierende Veränderungen, aufgrund aktueller und zukünftiger Normadaptionen in der Handhabung der CE-Kennzeichnung auf Hersteller und Nutzer von Netzteilen und DC/DC-Wandlern zukommen. Eines sei gesagt, das CE-Symbol auf ein Produkt zu drucken ist und bleibt herausfordernd.
Referent: Thomas Rechlin | RECOM Engineering GmbH & Co. KG

Ing. Thomas Rechlin ist Senior FAE bei RECOM Engineering in Gmunden, Österreich. Als staatlich geprüfter Elektrotechniker ist er seit mehr als 15 Jahren im Bereich der Elektronik tätig. Dabei entwickelte sich der Kundensupport, im Speziellen das Application Engineering, zu seinem Schwerpunkt. In dieser Funktion leitet er das globale Application Engineering Team der RECOM Gruppe und betreut schwerpunktmäßig Kunden und Distributoren aus ganz Europa. Regelmäßige Vorträge auf Fachkongressen bzw. Publikationen in Fachmedien ermöglichen es ihm darüber hinaus seine Erfahrungen aus diesem Bereich einer breiteren Kundenschicht zugänglich zu machen.

14:25 Uhr
Kompakte Stromversorgungen mit Vakuumverguss – staubdicht, wasserdicht und stoßfest. Wo und wie kann ein vergossenes Netzteil eingesetzt werden? mehr
Die Anwendungsmöglichkeiten für Elektrogeräte werden immer vielseitiger. Die Leistung steigt, die Baugröße reduziert sich. Der Bauraum für die Stromversorgung schwindet. Vergossene Stromversorgungen verbinden maximale Energiedichte für extreme Umweltbedingungen. In der Egston-Präsentation werden Vergussmethoden und Ihre Einsatzmöglichkeiten und Vorteile bei Stromversorgung beschrieben.
  • Einsatzmöglichkeiten von Verguss allgemein: Mechanischer Schutz, Feuchteschutz, Thermische Verteilung, Isolation
  • Vergussmittel: Epoxidharz, PU, Silikone
  • Vergussmethoden: Atmosphärischer Verguss, Vakuumverguss 
  • Vergießen ohne Vakuum: Technische Vor- und Nachteile, Auswirkung auf das Netzteil bezüglich Funktion und Formfaktor, Isolationskoordination – Anforderungen an die Verstärkte Isolierung (Luft- und Kriechstrecken, Dicke der Isolierung, Temperaturalterungstests) 
  • Vergießen im Vakuum: Vergusstechnologien bzw. Vergussmittel, Technische Vor- und Nachteile, Auswirkung auf das Netzteil bezüglich Funktion und Formfaktor, Isolationskoordination – Anforderungen an die Verstärkte Isolierung (Luft – und Kriechstrecken, Dicke der Isolierung, Temperaturalterungstests)
Referent: Markus Obritzhauser | EGSTON System Electronics GmbH

Entwicklungsleiter Stromversorgungssysteme und Ladegeräte

15:10 Uhr
Kaffeepause und Ausstellung
15:50 Uhr
Fluidkühler für Leistungselektronik simulieren
Referent: Tobias Best | ALPHA-Numerics GmbH

Herr Best ist Inhaber und Geschäftsführer der ALPHA-Numerics GmbH. Die ALPHA-Numerics GmbH agiert als deutsche Industrievertretung der FutureFacility Limited, dem Hersteller von branchenspezifischer 3D Simulationssoftware. Neben dem Vertrieb dieser CFD Software zur Simulation der Wärmewege in elektronischen Geräten bis hin zum Rechenzentrum bietet die ALPHA-Numerics eine fundierte Ausbildung für Ingenieur im Bereich Elektronikkühlung und in der Nutzung solcher Simulationstools. Eine technische Betreuung der Softwareanwender sowie das Angebot umfangreicher Simulations-Auftragsarbeiten runden das Konzept ab. Herr Best ist ausgebildeter Wirtschaftsingenieur und arbeitet seit Februar 1997 im Bereich "branchenspezifische CFD Software". Erst als Vertriebsingenieur an der Front, später als Prokurist und Country Manager (Zentraleuropa) des Unternehmens Flomerics Limited war Herr Best federführend am Erfolg der Flomerics-Gruppe in Europa beteiligt. Durch technisch kompetente Beratung gepaart mit betriebswirtschaftlichem Denken gilt er heute als vertrauenswürdiger und zuverlässiger Geschäftspartner in der Elektronikindustrie.

16:20 Uhr
Typische und kuriose Ausfallursachen von Netzteilen mehr
Netzteilausfälle können mehrere Gründe haben, an eine schlechte Entwicklung wird interessanterweise kaum gedacht. Firmen, die bereits schlechte Erfahrungen mit eingekauften Stromversorgungen gemacht haben, unterziehen diese oft einem "harten Dauertest" kurz vor der Zulassung ihrer Geräte.

Wesentlich besser wären folgende Analysen:
1. Sperrspannungen an den kritischen Halbleitern messen.
2. Ripple-Ströme in den Elkos messen.
3. Sättigung von induktiven Bauteilen messen.

Leider werden moderne Netzteile immer komplizierter, um die gesetzlich geforderten hohen Wirkungsgrade zu erfüllen. Unglaubliche Effekte sind die Folge, und damit wieder steigenden Zahlen bei Feldausfällen und Kundenreklamationen. Dieser Vortrag beschreibt, wie man mit verhältnismäßig wenig Aufwand solchen Problemstellungen, vorbeugen kann, und veranschaulicht anhand von typischen und auch kuriose Beispielen, welche Ausfallursachen bei Netzteilen auftreten können.
Referent: Markus Rehm | IBR Ingenieurbüro Rehm

Nach seinem Elektronik-Studium arbeitete Markus Rehm acht Jahre lang bei der Deutschen Thomson Brandt GmbH in Villingen-Schwenningen als Forschungs- und Entwicklungsingenieur im Labor für Stromversorgungen. Seit 20 Jahren ist er freiberuflich tätig und bietet seinen Kunden mit seinem Elektroniklabor Forschung, Entwicklung und Beratung für Medizintechnik, Automotive und IT als Dienstleistung an. Seine Schwerpunkte dabei sind die Funktionalität, die Zuverlässigkeit und die EMV von Leistungselektronik. Viele seiner Erfindungen wurden zu Patenten angemeldet und sind erfolgreich im Einsatz. Seit 2008 lehrt er als Dozent an der Hochschule Furtwangen University. Seine Vorlesungen sind: „Industrieelektronik“, „Stromversorgungen für eingebettete Systeme“, „E-Car Driving Technology“ und „Elektronikanwendungen in der Medizintechnik“.

17:00 Uhr
Ende des 2. Veranstaltungstages

Donnerstag, 26. Oktober 2017

08:00 Uhr
Registrierung der Teilnehmer
08:55 Uhr
Begrüßung
09:00 Uhr
Praxisseminar:
Wie finde ich eine zuverlässige Stromversorgung? Mit Oszilloskop und Stromzange selber herausfinden, ob man ein zuverlässiges Netzteil hat! mehr
Leider werden moderne Netzteile immer komplizierter, um die gesetzlich geforderten hohen Wirkungsgrade zu erfüllen. Unglaubliche Effekte sind die Folge, und damit wieder steigenden Zahlen bei Feldausfällen und Kundenreklamationen. Mit verhältnismäßig wenig Aufwand kann man dem vorbeugen.
Kennzahlen zur Zuverlässigkeit von Netzteilen sind nach Erfahrung des Referenten oft irreführend und in der Praxis nicht aussagekräftig. Stromversorgungen analysiert man deshalb am besten selber mit Oszilloskop, Tastkopf und Stromzange, um sicher zu gehen, dass sie nicht nur funktionieren, sondern auch eine hohe reale Zuverlässigkeit haben und für die Anwendung geeignet sind.
Netzteilausfälle können mehrere Gründe haben, an eine schlechte Entwicklung wird interessanterweise kaum gedacht. Firmen, die bereits schlechte Erfahrungen mit eingekauften Stromversorgungen gemacht haben, unterziehen diese oft einem „harten Dauertest“ kurz vor der Zulassung ihrer Geräte.

Wesentlich besser wären folgende Analysen:
1. Sperrspannungen an den kritischen Halbleitern messen.
2. Ripple-Ströme in den Elkos messen.
3. Sättigung von induktiven Bauteilen messen.

Agenda des Seminars:
1.   Einführung
2.   Wichtige Messungen für die Zuverlässigkeit
2.1 Black-Box-Messungen
2.2 Interne Messungen
2.3 Optische Inspektion
2.4 Dokumentation
3.   Messgeräte und Laboreinrichtung
4.   Zusammenfassung: Wie finde ich eine zuverlässige Stromversorgung?
Referent: Markus Rehm | IBR Ingenieurbüro Rehm

Nach seinem Elektronik-Studium arbeitete Markus Rehm acht Jahre lang bei der Deutschen Thomson Brandt GmbH in Villingen-Schwenningen als Forschungs- und Entwicklungsingenieur im Labor für Stromversorgungen. Seit 20 Jahren ist er freiberuflich tätig und bietet seinen Kunden mit seinem Elektroniklabor Forschung, Entwicklung und Beratung für Medizintechnik, Automotive und IT als Dienstleistung an. Seine Schwerpunkte dabei sind die Funktionalität, die Zuverlässigkeit und die EMV von Leistungselektronik. Viele seiner Erfindungen wurden zu Patenten angemeldet und sind erfolgreich im Einsatz. Seit 2008 lehrt er als Dozent an der Hochschule Furtwangen University. Seine Vorlesungen sind: „Industrieelektronik“, „Stromversorgungen für eingebettete Systeme“, „E-Car Driving Technology“ und „Elektronikanwendungen in der Medizintechnik“.

17:00 Uhr
Ende des Seminartages

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